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Kontaktadressen in der französischsprachigen Schweiz
Lucia Maret, Les Epeneys, 1948 Lourtier, 027 778 13 13
Aline Rochat, ch. de Bellerive 3 , 1007 Lausanne, 021 616 66 28,
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Elisabeth-Agathe Beney, rue des Vergers 1, 1462 Yvonand, 024 430 30 68
Janine Huber, rue du Bourg 30, 1816 Chailly-Montreux, 021 964 82 85
Walter Bucher, Feldgüetliweg 75, 8706 Feldmeilen, 01 267 12 11,
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Medizinische Beiräte in der französischsprachigen Schweiz
Dresse. Monica Gersbach, Division de Génétique méd.,1, rue Michel-Servet, 1211 Genève 4, 022 702 57 05,
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Prof. Dr. Daniel F. Schorderet, Directeur, IRO-Institut de Recherche en Ophtalmologie, Av. Grandchampsec 64, 1950 Sion, 027 205 79 00,
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Dr. Christian Monney, Médecin Directeur Adjoint, Institut Psychiatriques du Valais Romand, rue de l'Hôpital 14, 1920 Martigny, 027 721 08 00,
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Für allgemeine Fragen, Fragen betreffend Pflege, Vermittlung von medizinischer Hilfe
Pascal Gilliéron, Goldbrunnenstr. 43, 4410 Liestal, 061 927 72 30, 061 901 37 66,
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Jahresbericht 2009 (Zusammenfassung)
Zusammenkunft vom 25. April 2009
Anwesend: 21 Personen Ort: Signal de Bougy Referent: Dr. Christian Monney Zusammenfassung: Aline Rochat
Pflegekosten Die Deckung der Pflegekosten durch Krankenkassen ist ungenügend, ebenso die Renten der IV. Auch Zahnbehandlungen werden nicht durch Versicherungen gedeckt, ebenso wenig ein Aufenthalt in einer Tagesklinik. Es wird empfohlen, über den behandelnden Arzt mit dem Vertrauensarzt der Versiche¬rung Kontakt aufzunehmen. Sollten Pflegeleistungen durch unabhängige Personen von den Versiche¬rungen übernommen werden, so wird empfohlen, mit dem Vertrauensarzt der Krankenkasse Kontakt aufzunehmen. In Pflegeberufen tätige Selbständige müssen von den Versicherungen anerkannt wer¬den, damit ihre Leistungen übernommen werden. Dabei muss ein Arzt die Art der Pflege vorschreiben. In den einzelnen Kantonen besteht diesbezüglich eine unterschiedliche Praxis. Wünschenswert wäre eine Zusammenstellung der Pflege- und Behandlungsmöglichkeiten. Es wird empfohlen, mit Rechts¬hilfe-Organisationen (z.B. Assista u.a.) Kontakt aufzunehmen. Das gilt nicht nur für eigentliche ärztli¬che Massnahmen, sondern zum Beispiel auch für Ergo- und Physiotherapie.
Netze für Selbst- und Gruppenhilfe Erster Kreis: Familie, Verwandtschaft: dauernder Kontakt mit der erkrankten Person. Zweiter Kreis: Bekannte, Freunde, Fachleute: Verständnis und Unterstützung suchen und finden
Erlebte Krankheit als Chance Jeder kranke Tag ist einmalig und kann intensiv erlebt werden mit Kontakten, Begegnungen, Ent¬deckungen, Suchen und Finden von Erfahrungen, von unerwarteten Kräften und Energien.
Die Krankheit bei jungen Menschen Weil man heute mehr über die Krankheit als früher weiss, erleben junge Kranke schnell die Wirklich¬keit der Krankheit und über ihre Zukunft. Sie müssen sich nicht isoliert fühlen.
Die Rolle des Psychiaters Das Beiziehen des Facharztes ist für die erkrankte Person und für seine Familie wichtig. Möglich ist auch, dass zuerst der Hausarzt beigezogen wird.
Zusammenkunft vom 31. Oktober 2009
Anwesend: 26 Personen Ort: Signal de Bougy Referent: Prof. Dr. Jean-Marc Burgunder Zusammenfassung: Aline Rochat
Tagesthema: Physisch-psychische Störungen bei der Huntington-Krankheit
Bei der erkrankten Person werden verschiedene Störungen festgestellt: Motorische Störungen wie unkontrollierte Bewegungen, Schwierigkeiten beim Artikulieren, beim Schlucken Physische Störungen wie Ängste, Apathie, Depressionen Kognitive Störungen wie Gedächtnisverlust, Verständnisstörungen, Schwierigkeiten beim Denken und Sprechen. Am Anfang der Krankheit entwickeln sich diese Störungen progressiv und subtil, wobei sie sich individuell unterschiedlich zeigen. Dabei spürt die erkrankte Person diese Veränderungen. Man stellt Gedächtnisstörungen, Störungen der Handlungsfähigkeit, eine mentale Verlangsamung, Störun¬gen der Aufmerksamkeit, Schwierigkeiten beim sich selber Organisieren, beim Entscheiden, beim sich Zurechtfinden fest. Die Erinnerung an Tätigkeiten ist gestört. Beim Fortschreiten der Krankheit kommt es zu Störungen beim praktischen Handel, beim Sprechen, aber auch beim räumlichen Verständnis.
Aufmerksamkeits- und Handlungsstörungen: Konzentrationsschwäche: Der Patient kann nicht mehr zwei Tätigkeiten auf einmal ausführen. Mangel an geistiger Beweglichkeit, Schwierigkeiten beim Planen, Verminderung der Spontaneität, an Interesse.
Räumliche Störungen: Schwierigkeiten beim Abschätzen von Distanzen und Raum¬verhältnissen, bei der räumlichen Orientierung.
Emotionen: Schwierigkeiten beim Einfühlen in Gefühle, beim Erkennen von Gesichts¬ausdrücken, Schwierigkeiten beim Einfühlen in die Gefühle von Mitmenschen Sprachliche Schwierigkeiten: Zwar verstehen, was der Gesprächspartner sagt, aber nicht in der Lage sein, angepasst antworten zu können; in fortgeschrittenem Krankheitszustand auch Verlust des Sprachverständnisses. Für den Arzt gibt es Tests zum Messen der kognitiven Fähigkeiten der erkrankten Person. Diese wur¬den aufgrund des Krankheitsbildes von erkrankten eineiigen Zwillingen mit ungleichem Krankheitsbild ausgearbeitet. Der Referent weist darauf hin, dass auch das Umfeld der erkrankten Person eine Rolle spielt. Ist es ungünstig, so sind die kognitiven Störungen stärker, als wenn es reicher ist.
Test für neues Medikament Zurzeit wird das neue Medikament Dimebon in einem Doppel-Blindversuch mit 350 Personen getes¬tet. Es sollte die kognitiven Störungen vermindern. Voraussetzungen für die Teilnahme am Blindversuch: • Huntington-Erkrankte in mittlerem Krankheitszustand • leichte bis mittlere kognitive Störungen • Aufenthalt zu Hause, 30 und mehr Jahre alt • Einnahme anderer Medikamente in stabiler Dosierung • Anwesenheit einer Betreuungsperson • Massnahmen: Feststellung des Geisteszustands in strukturiertem Interview.
Ausblick auf das Jahr 2010 • Vorsorgen: Die kognitiven Funktionen ausüben • Kompensieren: Handlungsplanung an Ort und Stelle (Agenda zum Planen) • Verbessern: Umfeld bereichern, Schlaf, Schwierigkeiten bewältigen, Medikamente brauchen • Suche nach neuen Medikamenten, z.B. DIM20
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